Marie Juchacz - die große Unbekannte (Vortrag Dorothee Winter)

Veröffentlicht am 01.10.2019 in Historisches

Als Marie Juchacz am 19.Februar 1919 in der ersten Weimarer Nationalversammlung ans Rednerpult tritt, um als erste Frau in einem deutschen Parlament das Wort zu ergreifen, löst ihre Begrüßung „Meine Herren und Damen“ zunächst einmal allgemeine Heiterkeit unter den vorwiegend männlichen Abgeordneten aus. Marie Juchacz ist zu diesem Zeitpunkt 40 Jahre alt und eine erfahrene Rednerin, sie lässt sich nicht beirren und sagt, was sie zu sagen hat. Sie steht dort auch voller Selbstbewusstsein und keineswegs voller Dankbarkeit, sondern sagt (Zitat:) „Ich möchte hier feststellen und glaube damit im Einverständnis vieler zu sprechen, dass wir deutschen Frauen dieser Regierung nicht etwa im althergebrachten Sinne Dank schuldig sind. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was Ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“ Später im Jahr, im Dezember 1919 gründet die Abgeordnete Juchacz der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands nach langen Verhandlungen die Arbeiterwohlfahrt und wird ihre erste Vorsitzende.

Egal, wen man nach Marie Juchacz fragt, die meisten Menschen haben zwar den Namen schon einmal gehört, es gibt Straßen die nach ihr benannt sind, aber die wenigsten kennen diese Frau. Und es gibt auch nur sehr wenige Informationen über sie. Recherchiert man im Netz, findet man fast überall die gleichen dürren Worte. Sucht man nach Büchern oder Artikeln über sie, ist auch fast nichts zu finden und man muss sich schon wundern, weshalb eine Frau mit solch großen Verdiensten so wenig bekannt ist.  Es gab auch nie eine Monographie in der Reihe bei Rowohlt über Marie Juchacz, eine verdienstvolle Serie, in der es über fast alle wichtigen Personen ein in der Regel recht aufschlussreiches Büchlein gab. Leider ist diese Reihe vom Verlag inzwischen ganz eingestellt worden.  Glücklicherweise fand sich dann doch noch ein recht aufschlussreiches Buch von Fritzmichael Roehl, dem Sohn von Marie Juchacz‘ Schwester Elisabeth mit dem Titel: Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt. Überarbeitet wurde es von Hedwig Wachenheim, einer Sozialdemokratin und engen Wegbegleiterin von Marie Juchacz.  Sie war von 1935 bis 1946 genau wie Marie Juchacz eine deutsche Emigrantin in New York. Dieses Buch stammt also von Menschen, die sie persönlich kannten und ihr nahestanden. Es ist die Quelle der folgenden Ausführungen über das Leben von Marie Juchacz.

Am 15.März 1879 wurde Marie Juchacz als Marie Gohlke in Landsberg an der Warthe geboren. Ihr Vater war selbständiger Zimmermann, ihre Mutter Hausfrau. Marie hat zwei Geschwister, den älteren Bruder Otto, der später großen Einfluss auf ihre Entwicklung nehmen sollte und eine jüngere Schwester, Elisabeth, die Zeit ihres Lebens an ihrer Seite stand. Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen; der Vater muss nach einer Krankheit seine Selbständigkeit aufgeben.

Marie besucht die achtjährige Volksschule in Landsberg und ist eine „gute und aufmerksame Schülerin“. Noch während ihrer Schulzeit bietet sie den Eltern an, vor der Schule Brot auszutragen um die finanziellen Verhältnisse der Familie etwas aufzubessern, die Mutter aber lehnt ab. Als Frühwaise musste diese schon als neunjähriges Kind eine Stelle annehmen und behielt von der harten Arbeit bei einem Müller zeitlebens einen krummen Rücken. Dieses Schicksal will sie ihrer Tochter ersparen.

Als der sieben Jahre ältere Bruder vom Militärdienst nach Hause zurückkehrt, ist er ein begeisterter Sozialdemokrat geworden. Seine jüngeren Schwestern regt er zu Lektüre an, gibt ihnen Bertha von Suttner „Die Waffen nieder“ und August Bebels „Die Frau und der Sozialismus“. Die jungen Frauen nehmen das Wissen begierig auf, Marie beschafft sich auch das Programm der Sozialdemokratischen Partei von 1891 und studiert es eifrig.

Mit ihrer geringen Schulbildung hat Marie wenig Aussichten auf einen ordentlichen Beruf, für eine Volksschülerin sah das Leben höchstens ungelernte Arbeiten vor, die auch noch schlecht bezahlt waren. Und außerdem sollten Frauen heiraten, dann waren sie versorgt. Marie träumt von einem richtigen Beruf doch es ist ihr klar, dass sie höchstens als Hausangestellte oder im besten Fall als Verkäuferin eine Arbeit finden könnte. Eine Arbeit in der Fabrik will sie, auch auf Anraten ihrer Mutter, möglichst vermeiden.  Schicksalsschläge in der Familie machten es dann doch nötig, dass Marie eine Fabrikarbeit annimmt, sie muss zum Lebensunterhalt der Familie beitragen nachdem der Vater nach einer Lungenentzündung arbeitsunfähig wird. In einer Fabrik, in der Netze hergestellt werden, hat Marie zum ersten Mal Kontakt mit der Arbeiterklasse. Diese Erfahrung ist prägend für ihr weiteres Leben und ihre politische Arbeit.  Sie selbst sagte einmal „ohne meine Erfahrungen in der Netzfabrik hätte ich von der Degradierung der Arbeiterinnen nichts gewusst.“

Um der ungeliebten Arbeit in der Fabrik zu entkommen bewirbt sich Marie bei der damals noch sogenannten Provinzialirrenanstalt. Sie sehnt sich nach einer sinnvollen Arbeit. Sie wird angenommen. Ohne weitere Einführung oder Unterweisung werden junge Mädchen wie sie auf die Kranken losgelassen. Die Arbeit ist hart, der Dienst dauert von morgens um 5 bis 9 Uhr am Abend. Es gibt immerhin mehr Geld als in der Fabrik und Marie hat endlich das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun. Otto ermuntert sie, sich für die Ursachen geistiger Erkrankungen und ihre Heilungsmöglichkeiten zu interessieren. Bei diesem Arbeitspensum ist sie dazu aber kaum in der Lage.

Sie hat in den zwei Jahren in der Irrenanstalt etwas Geld zurücklegen können und will nun eine Ausbildung als Krankenpflegerin beginnen. Die Eltern raten ihr aber davon ab und so beginnt sie eine Ausbildung in Weißnähen und Schneidern und schon nach einem Jahr kann Marie selbständige Aufträge annehmen. Otto bleibt ihr Mentor, regt sie weiterhin zur Lektüre an und teilt mit ihr seine Erlebnisse in der Partei. Sie selbst kann nicht Mitglied werden, denn Frauen ist es noch nicht erlaubt einer politischen Partei anzugehören.

Durch ihre Arbeit lernt sie den Schneidermeister Juchacz kennen, der ihr eine Stelle anbietet, die sie auch annimmt. 1903 heiraten die beiden und noch im gleichen Jahr wird Tochter Lotte geboren. 1905 bekommt sie ihr zweites Kind, Paul.

Ihre Ehe ist nicht glücklich, weshalb ist nicht überliefert, aber Marie beginnt Pläne für einen Umzug zu machen. Sie will Landsberg verlassen und nach Berlin gehen, um möglichst wenig Aufsehen wegen ihrer Trennung zu erregen. Die Wahl fällt auch deshalb auf Berlin, weil dort ist der Bruder bereits gelandet und er verspricht seine Hilfe. Auch Elisabeth, die jüngere Schwester zieht mit nach Berlin. Sie will auf den Einfluss und den Austausch mit Marie nicht verzichten. Der Plan ist, dass Elisabeth die Kinder beaufsichtigt und Marie das Geld verdient. Zunächst wohnen die vier, die zwei Schwestern und Maries Kinder, in einem Zimmer bei ihrem Bruder Otto. Elisabeth macht Heimarbeit, Marie geht ihrem Beruf als Näherin nach.

Dieser Plan der beiden Schwestern nach Berlin zu ziehen, ist auch getragen von dem Wunsch, ihre geistige Entwicklung voranzutreiben. Sie wollen sich politisch betätigen. Parteiarbeit aber ist nach wie vor für Frauen verboten.  Es gibt jedoch Auswege. Eine Gewerkschaftsmitarbeiterin rät ihnen, einen Frauenabend in ihrem Bezirk zu gründen. Mit solchen Frauenleseabenden umgingen politisch interessierte Frauen die Bestimmungen des preußischen Vereinsgesetzes, wonach Frauen nicht Mitglieder von politischen Parteien und Vereinen werden konnten. Diese Abende galten als private Zusammenkünfte und ihre Themen klangen oft harmlos und unpolitisch.  Aber unter diesem Deckmantel geben sie den Frauen die Möglichkeit politisch zu diskutieren. Es liegt noch ein weiter Weg vor den Frauen, bis sie offiziell zu Parteiarbeit und politischer Bildung zugelassen werden.

Nach einiger Zeit in der Wohnung des Bruders können sich die zwei Frauen eine eigene Wohnung leisten, sie ziehen nach Schöneberg. Dort treten sie in den Frauen- und Mädchenverein ein. Auch dort werden keine politischen Themen verhandelt, sondern Vorträge gehalten mit dem Titel: „Wie fesselt die Frau ihren Mann an das Heim“? Marie ist empört und will darüber auch sprechen, aber man hält sie zurück. Schließlich waren bei diesen Versammlungen immer auch Polizisten zugegen um die Einhaltung des Vereinsgesetzes zu überwachen. Immerhin werden in dem Verein schon heimlich Parteimitgliedschaften für Frauen organisiert und dort ist auch zu erfahren, wo und wann die noch geheime sozialdemokratische Frauenorganisation tagt. Nachdem die Vorsitzende des Vereins das Amt nicht mehr ausüben wollte, trägt man Marie Juchacz den Vorsitz an. Sie zögert zunächst, wird aber von ihrer Schwester Elisabeth überzeugt, dieses Amt anzunehmen.

Für die Sozialdemokratische Partei ist dies eine produktive und höchst erfolgreiche Zeit. Die sozialen Probleme sind mit Händen zu greifen, und es ist nicht schwer, die Menschen von sozialdemokratischer Politik zu überzeugen. Die Partei wächst und wächst und die Frauen wollen mitmachen. Die Frauen im Frauen- und Mädchenverein werden mutiger und diskutieren bald auch politisch oder laden Referenten zu aktuellen Themen ein. Marie obliegt es in ihrer Funktion als Vorsitzende, den Abend einzuleiten und die Redner zu begrüßen. Dies sind wichtige Lehrjahre für ihren weiteren Weg in die Politik.

Im April 1908 wird das Reichsvereinsgesetz reformiert, Frauen dürfen von nun an politischen Parteien und Vereinen angehören, nur wählen dürfen sie immer noch nicht.

Nach dem Tod des Vaters zieht die Mutter zu den Schwestern nach Berlin. Elisabeth ist inzwischen auch verheiratet und Mutter geworden, ein neuer Umzug steht an, man braucht eine größere Wohnung. Die Frauen ziehen nach Rixdorf, das heutige Neukölln. Dort gibt es einen starken und sehr aktiven sozialdemokratischen Ortsverein. Marie fällt bald durch ihre klugen und wohlabgewogenen Redebeiträge auf und wird dazu ermuntert, doch selbst einmal einen Vortrag zu halten. Wieder ist es Elisabeth, die sie dazu überredet. Angeblich war sie vor diesem ersten Auftritt halb krank vor Lampenfieber.

Als nächstes bietet man ihr einen Sitz im Vorstand des Neuköllner Ortsvereins an. Das neue Vereinsgesetz hatte es endlich möglich gemacht, dass sich Frauen auch öffentlich politisch engagieren können. Marie gründet eine Arbeitsgemeinschaft für Frauen, in der sie gemeinsam politische Texte lesen. Marie hat jetzt als Parteimitglied die Möglichkeit an Fortbildungskursen der Partei teilzunehmen. Dort lernt sie wichtige Funktionsträger, wie zum Beispiel Friedrich Ebert, schon früh kennen. Der nächste Schritt in ihrer Parteikarriere ist die Mitgliedschaft im Vorstand eines Wahlkreisvereins in Berlin. Ihre Aufgabe ist Verbindung zu halten zu den Funktionärinnen der Ortsvereine eines Wahlbezirks. Marie und auch Elisabeth entwickeln sich zu gefragten Rednerinnen innerhalb der Partei und werden immer öfter dafür auf Reisen geschickt.

Wegen der Kinder bleibt immer eine der Frauen zuhause. Durch diese Vortragsreisen lernen sie Deutschland kennen, treffen auf viele Gleichgesinnte und können wichtige Kontakte knüpfen. Auf einer dieser Reisen ins Rheinland, die sie durch viele kleine und größere Gemeinden führte und auch nach Köln, lernt Marie den Chefredakteur der Rheinischen Zeitung, Jean Meerfeld, kennen. Zurück in Berlin erhält sie von ihm einen Brief mit einer Einladung nach Köln. Bei diesem Treffen bietet man ihr die Stellung einer Parteisekretärin für die obere Rheinprovinz an. Sie würde ihre Arbeit als Näherin aufgeben und von ihrer Parteiarbeit leben können. Wieder ist es Elisabeth, die ihr diesen Aufstieg ermöglicht, denn sie übernimmt bereitwillig die Verantwortung für Maries Kinder, die in Berlin bleiben sollten.

Ihre Aufgabe in Köln ist die einer Frauensekretärin. Da sie nicht nur für Köln, sondern für die gesamte damalige Rheinprovinz zuständig ist, muss sie wieder viel reisen und sich auch in die unterschiedlichsten Themen einarbeiten. Nach den abendlichen Versammlungen werden von den Teilnehmerinnen auch ganz persönliche Fragen über Kindererziehung, Ehe und Familie an sie gerichtet, die sie mit großer Geduld beantwortet. Marie ist nahe bei den Menschen, die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen innerhalb der Partei, welches der richtige Weg in die neue Gesellschaft sei, vermeidet sie weitgehend. Offenbar ist sie auch immun gegen die in den Parteien üblichen Eifersüchteleien und Ellenbogenspiele. Sie ist erfüllt von den ihr gestellten Aufgaben und verfolgt diese mit großem Ernst und Zielstrebigkeit.

Die Trennung von den Kindern und der Schwester dauert nicht lange. Elisabeth verlässt ihrem Mann und zieht mit den Kindern 1913 zu Marie nach Köln. Schon bald zieht ein neuer Mann in den Haushalt ein, der spätere Ehemann von Elisabeth. Man hat sich offenbar gut vertragen, denn Emil Kirschmann wird ein langer und vertrauter Freund von Marie und bleibt sein ganzes Leben an ihrer Seite.

In Köln gründen die beiden Frauen eine Kinderschutzkommission nach dem Vorbild, welches Elisabeth in Berlin kennengelernt hatte. Diese Kinderschutzkommissionen sind die ersten Wohlfahrtsorganisationen der Partei. Sie organisieren Kinderspielnachmittage und Ferienausflüge für die Kinder von Parteimitgliedern. Es ist das erste Engagement der Frauen in der Fürsorge und ganz sicher sammelten die beiden dort wertvolle Erfahrungen für ihre spätere Arbeit in der Arbeiterwohlfahrt. Der Weg dorthin ist aber noch lang und dazwischen liegt noch ein fürchterlicher Krieg, der große Not und Elend für ganz Europa bringen wird. Auf die Partei kommen schwierige Zeiten zu. Sie positionierte sich klar gegen die Kolonialpolitik und die Armeevergrößerung. Der Parteivorstand ruft zu Demonstrationen gegen den Krieg auf, war aber gleichzeitig zerstritten über die Vorgehensweise. Soll man die Arbeiterschaft aufrufen sich der Mobilmachung zu verweigern? Würde dies einen Krieg verhindern?  Man entscheidet sich gegen einen solchen Aufruf. Die Stimmung ist so aufgeheizt, man erwartete keinen Erfolg einer solchen Kampagne. Am Ende stimmt die sozialdemokratische Fraktion im Reichstag mehrheitlich den Kriegskrediten zu. Die sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft innerhalb der Reichstagsfraktion der SPD verweigert die Zustimmung zu den Kriegskrediten. Dies führt letztendlich zur Spaltung der Partei und zur Gründung der USPD.

Im Juli 1914 bricht der erste Weltkrieg aus, viele männliche Mitglieder des Parteivorstandes werden eingezogen. Marie ist rund um die Uhr in die Parteiarbeit eingebunden, einzig ihr Frauenbüro bleibt regelmäßig geöffnet. Die Parteiarbeit konzentriert sich jetzt zunehmend auf die Unterstützung von Kriegerwitwen, Arbeitslosen, auf Kinderfürsorge, Kranken- und Wöchnerinnen- Hilfe. Dabei waren Frauen bis zum 1.Weltkrieg in der kommunalen Armenpflege gar nicht zugelassen. Diese sog. Armenpflege sorgte im Höchstfall für die Sicherung des Existenzminimums. Es herrschte die Meinung, der Arme sei an seiner Lage selbst schuld. Die Sozialdemokraten sehen Armut als Klassenerscheinung und fordern Reformen, die die Stigmatisierung der unverschuldet in Armut geratenen Menschen aufheben und einen gesetzlichen Rahmen und Zugang zu ausreichender Unterstützung schaffen sollte. Marie und Elisabeth positionieren sich klar für diese Forderungen.

In Köln entsteht, hervorgerufen durch die bittere Not die der Krieg mit sich brachte, bereits 1914 die Nationale Frauengemeinschaft, in der sich alle Frauenorganisationen der Stadt, ob konfessionell, politisch, gewerkschaftlich oder anderweitig orientiert, organisieren. Diese nationale Frauengemeinschaft leistet Ungeheuerliches, alles hier aufzuzählen führte zu weit. Marie vertritt die sozialdemokratische Partei in dieser Organisation. Hier kommt sie zum ersten Mal mit Frauen zusammen, die nicht ihrem Milieu entstammten. Nach anfänglichen Berührungsängsten klappt die Zusammenarbeit hervorragend. Marie beginnt wieder Vorträge zu halten. In jedem Fall macht Marie hier unschätzbare Erfahrungen bezüglich der Armenpflege. Hier wächst in ihr die Gewissheit, dass die soziale Frage einer neuen, umfassenden Gesetzgebung bedarf und eine Professionalisierung der Armenpflege oberste Priorität haben muss.

1916 bietet ihr Friedrich Ebert die freigewordene Stelle der Frauensekretärin im Parteivorstand an. Ihre Vorgängerin, Luise Zietz, hatte sich der USPD angeschlossen. Am 1.Januar 1917 geht sie mit schwerem Herzen nach Berlin zurück. Ihre Kinder bleiben bei Elisabeth und Erich Kirschmann in Köln. Durch Ihre neue Aufgabe muss sie wieder mehr reisen. Diese Reisen sind in Kriegszeiten ungleich beschwerlicher als zuvor, aber sie führen Marie in viele Gebiete des Landes, die sie bisher noch nicht gekannt hat. In diese Zeit fällt auch der Kampf um das Frauenwahlrecht, das genau wie in der Nationalen Frauengemeinschaft Frauen aller politischen Parteien und vorpolitischen Organisationen vereint. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass auch die Männer aller politischen Lager sich vereinigten. Man hatte Vorbehalte gegen das Wahlrecht für Frauen. Wenn es darauf ankommt, hält Mann eben zusammen.

Am 12. November 1918 verkündet der Rat der Volksbeauftragten ein neues Wahlrecht. Frauen können ab sofort wählen und gewählt werden.  Zusammen mit ihrer Schwester Elisabet, die in Köln kandidiert, wird sie am 19.Januar in die verfassungsgebende Deutsche Nationalversammlung gewählt. Sie gehört damit zu den ersten Frauen in einem deutschen Parlament. Am 19.Februar 1919 hält sie ebendort als erste Frau eine vielbeachtete Rede. Dort sagt sie unter anderem: „Durch die politische Gleichstellung ist nun meinem Geschlecht die Möglichkeit gegeben zur vollen Entfaltung seiner Kräfte“

Von 1920 bis 1933 gehört Marie Juchacz dem Reichstag an. Auch als Parlamentsmitglied bleibt Maries größtes Anliegen die Wohlfahrtspflege. Der verlorene Krieg hat die Not der Menschen noch verschärft. Die Wirtschaft liegt am Boden, im Versailler Vertrag wurden horrende Reparationszahlungen für Deutschland festgelegt. Sie weiß, dass sie in ihrer Position als Frauensekretärin in der Partei nicht genug erreichen kann und denkt über die Gründung einer Wohlfahrtsorganisation nach, die eng mit der Partei verbunden sein sollte. Dabei muss sie viele Hindernisse überwinden. Unter anderem muss sie Befürchtungen entgegentreten, eine solche Organisation entzöge der Partei zu viele Kräfte. Ihr ist aber auch klar, dass sie ohne eine solche Organisation im Rücken wenig Einfluss auf Reformen in der Wohlfahrtspflege nehmen kann. Mit ihrer Beharrlichkeit und ihrem Sachverstand schafft sie es und gründet am 13.Dezember 1919 die Arbeiterwohlfahrt, kurz AWO. Ihre Schwester Elisabeth, wie stets eng an ihrer Seite, ist ebenfalls Gründungsmitglied. Ihre Ziele, nämlich Not zu lindern und gleichzeitig politischen Einfluss zu gewinnen, können sie in vielen Belangen realisieren. Ende der 20er Jahre erreicht die Arbeiterwohlfahrt bereits 20 Millionen Menschen mit ihren Hilfsangeboten. Seit ihrer Gründung ist Marie neben ihrer parlamentarischen Arbeit unermüdlich im Einsatz für die Arbeiterwohlfahrt.

Im Januar 1933 ist Marie Juchacz 54 Jahre alt. Die Nationalsozialisten sind an der Macht und die Sozialdemokraten werden wie viele andere in die Illegalität getrieben. Nicht wenige von ihnen werden verfolgt oder gar ermordet. Die Arbeiterwohlfahrt löst sich auf, um der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, die Häuser und Einrichtungen werden beschlagnahmt. Als ehemaliges Mitglied des Parteivorstandes der SPD ist Marie in großer Gefahr. Sie geht, wie viele Verfolgte des Naziregimes, mit Emil Kirschmann nach Saarbrücken. Elisabeth, ihre Schwester und treue Weggefährtin war bereits 1930 verstorben.  In dem Versailler Vertrag war das Saargebiet für 15 Jahre unter das Mandat des Völkerbundes gestellt worden, war also zunächst kein deutsches Staatsgebiet. Die Bevölkerung sprach mehrheitlich deutsch, es gab dort noch eine sozialdemokratische Partei und eine sozialdemokratische Presse. Marie und Emil Kirschmann bekämpfen von hier aus den Nationalsozialismus, allerdings ist ihre wirtschaftliche Situation äußerst prekär, sie haben keine Einnahmen mehr.  Unbeirrt setzt Marie ihre soziale Arbeit auch in Saarbrücken fort und gründet einen Mittagstisch für Flüchtlinge. Dieser Mittagstisch ist gleichzeitig eine Quelle für Nachrichten aus Deutschland. Als die Menschen im Saargebiet Anfang 1935 für den Anschluss an Deutschland stimmten, ist dies das Ende für die dortigen Emigranten. Nach kurzen Aufenthalten im Elsass und im Süden Frankreichs verlassen Marie und Emil Kirschmann Europa. Begleitet werden sie von Käthe Fey, einer jungen Sozialdemokratin und späteren Ehefrau von Emil Kirschmann, die zusammen mit Marie ein Ausreisevisum der französischen Vichy-Regierung erhalten. Emil Kirschmann gelingt es, Frankreich auf illegalem Weg zu verlassen. Im Mai 1941 treffen die drei in New York ein. Erste Unterkunft können sie bei Robert Kirschmann finden, Emils Bruder, der schon 1927 nach Amerika ausgewandert war. Für Marie ist die Emigration ein Schock. Sie ist nicht nur ihrer Stellung beraubt, sie spricht kein Englisch und kann sich nur schwer an die neue Situation anpassen.  Ihre Berufserfahrung in der Wohlfahrtspflege ist ohne Sprachkenntnisse nichts wert. In einem ihrer zahlreichen Briefe nach Deutschland schreibt sie, sie fühle sich „unwillkommen, überflüssig“ und als „unbequemer Gast“. Für einen lebenslang tätigen Menschen wie Marie muss dieser Zustand unerträglich gewesen sein. Aber sie hat Glück im Unglück. Anfang 1942 wird sie im „Iowa Hostel“ aufgenommen, einer Einrichtung der Quäker in der Nähe von Chicago. Hier können Emigrantinnen in geschützter Atmosphäre Englisch lernen und sollen gleichzeitig auf eine berufliche Tätigkeit vorbereitet werden. Sie kann im Iowa Hostel so viel Englisch lernen, dass sie sich verständigen und in ihrer neuen Heimat frei bewegen kann. Im Herbst 1942 zieht sie zu Emil Kirschmann nach New York wo sich außerdem viele Emigranten aufhalten, die sie noch aus Deutschland kennt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wird das Leben in New York bald erträglicher. Sie finden eine günstige Wohnung, Emil Kirschmann eine auskömmliche Arbeit und Marie nimmt ihre politische Arbeit wieder auf. Sie wird Vorsitzende des Workmen  Circle, einer deutschsprachigen Gruppe jüdischer Emigranten, die eine Kranken- und Sterbekasse betreibt. Marie versucht die Arbeit der Gruppe auszuweiten und von New York aus Gesinnungsgenossen in Deutschland zu helfen. Zunächst ist eine solche Unterstützung verboten und daher äußerst schwierig zu organisieren. Sie schließt sich deutschen sozialdemokratischen Vereinen an und zusammen organisieren sie Hilfsaktionen, die sie Arbeiterwohlfahrt nennen. Endlich kann sie sich wieder einbringen. Hier sind ihre Erfahrungen gefragt. Ab dem Sommer 1946 erlaubt die amerikanische Regierung Hilfsaktionen für Deutschland. Marie kann an ihre alten Verbindungen anknüpfen und so wertvolle Hilfe leisten. Ein Vorstandsmitglied der New Yorker Arbeiterwohlfahrt, Kurt Schumann, sagte über Marie:“ Ohne sie hätte unsere Arbeiterwohlfahrt wenig bedeutet, durch sie konnten wir vielen Naziopfern helfen. So haben wir sie 1947 zu unserer Vizepräsidentin und 1948 zu unserer Präsidentin gemacht.“ Ihre Arbeit in New York ist für die Hilfsbedürftigen in Deutschland so wichtig, dass sie erst im September 1948 den Entschluss fasst, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Man ehrt sie und dankt ihr für ihre Arbeit mit einer großen Abschiedsfeier. Am 20. Januar 1949 verlässt Marie New York. Sie ist jetzt fast 70 Jahre alt. In Deutschland wird sie in Bremen mit einem großen Empfang im Gästehaus der Stadt ehrenvoll empfangen, worüber sie sich freut. Endlich sieht sie auch ihre Kinder, Lotte und Paul, wieder. Paul hatte für sie ein Zimmer eingerichtet in dem sie zunächst unterkommen kann.  Schon in den USA hatte sie beschlossen, sich aus der Tagespolitik zurückzuziehen. Sie will nach ihrer langen Abwesenheit erst einmal das neue Deutschland und die neue Arbeiterwohlfahrt kennenlernen, die nach dem Krieg wieder neu aufgebaut wurde. Sie wird Ehrenvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt. Wenn sie zu Vorträgen eingeladen wird, nimmt sie diese Einladungen gerne an. Ihr letzter Wohnsitz ist Düsseldorf in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrer Tochter Lotte. Marie bleibt der Arbeiterwohlfahrt treu verbunden.  Anfang der 50er Jahre sagte sie zu Hedwig Wachenheim, ihrer Gefährtin aus frühen Jahren und in der Emigration: „…aber die Arbeiterbewegung und die Arbeiterwohlfahrt sind der Mittelpunkt meiner Interessen und meiner Zuneigung geblieben.; soweit ich noch Kräfte habe gehören sie ihnen.“ Sie nimmt an vielen Veranstaltungen der Arbeiterwohlfahrt teil, beginnt auf vielfachen Wunsch ihre Erinnerungen aufzuschreiben und schließt die Arbeit an ihrem Buch „Lebensbilder führender Frauen des 19. Und 20. Jahrhundert“ ab. Ihre letzte große Rede hält sie als Ehrenvorsitzende, schon sehr geschwächt, im Oktober 1955 auf der Reichskonferenz der Arbeiterwohlfahrt in München. Diese Münchner Rede ist ihr letzter öffentlicher Auftritt. Am 28. Januar 1956 stirbt Marie Juchacz. Sie wird neben ihrer Schwester und Emil Kirschmann in Köln beigesetzt.

Was für ein Leben! Mit einer einfachen Volksschulbildung macht sie Karriere bis in höchste Parteiämter. Sie lässt sich scheiden und geht mit zwei kleinen Kindern nach Berlin in einer Zeit, als es keinerlei Unterstützung für Alleinerziehende gibt. Dies wird nur möglich weil  Zeit ihres Lebens ihre Geschwister an ihrer Seite stehen, allen voran Elisabeth. Als sie mit 40 Jahren in die Weimarer Nationalversammlung gewählt wird, ist sie eine erfahrene Rednerin. Ihre ganze Energie widmet sie der sozialen Fürsorge, praktisch wie politisch. Sie gründet die Arbeiterwohlfahrt und wird ihre erste Vorsitzende. Mit 60 Jahren wird sie in die Emigration gezwungen, lernt eine neue Sprache und erarbeitet sich unter den Emigranten eine Position fast wie zuhause in Deutschland. Als sie dorthin zurückkehrt, ist sie weise genug um zu wissen, dass ihre Zeit vorbei ist und jetzt andere, jüngere die Führung übernommen haben. Als sie mit 76 Jahren stirbt, ist sie Ehrenvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt und eine hochgeachtete Persönlichkeit in Deutschland.

Da muss die Frage erlaubt sein, weshalb eine Frau wie sie in Vergessenheit geraten konnte? Eine Erklärung mag sein, dass sie nicht in das Frauenbild der frühen 50er Jahre passte. Frauen waren in den 50er Jahren in der Politik nahezu bedeutungslos. Frauen gehörten an den Herd, wollten sie arbeiten oder ein Konto eröffnen, mussten sie ihre Ehemänner erst um Erlaubnis bitten. Das war kein Klima, in dem man sich an starke, kämpferische Frauen erinnerte, die auch noch geschieden waren. Und ehemalige Emigranten galten in dieser Zeit sowieso als verdächtig. Prominentestes Beispiel ist dafür Willy Brandt. Erst in den späten 60er Jahren wurden die Frauen wieder lauter und forderten Teilhabe. Aber der Name Marie Juchacz fiel auch dann nicht.

Und war, hundert Jahre nach Ihrer historischen Rede in der deutschen Nationalversammlung, von ihrer Partei etwas zu hören womit sie ihre treue und verdiente Genossin geehrt hätte?  Immerhin gibt es seit 2017 in Berlin ein Denkmal für sie, bei dessen Einweihung der damalige Parteivorsitzende Martin Schulz anwesend war. Im letzten Jahr wurde 100 Jahre Frauenwahlrecht gefeiert und wieder fiel der Name Marie Juchacz höchst selten. Vielleicht müssen wir Frauen uns einmal selbstkritisch fragen, weshalb wir einer unserer Heldinnen so wenig Beachtung schenken? Schließlich hat sie als Mitglied des Parteivorstandes der SPD in der ersten Reihe für das Frauenwahlrecht gekämpft. Läge es nicht an uns die Erinnerung an sie hochzuhalten?  

Haben wir denn schon alles erreicht? Erinnern wir uns nicht an diese Kämpferin für Frauenrechte und ein würdiges Leben, weil es nichts mehr zu kämpfen gibt?

Sicherlich, es gibt Frauen, die dieser Meinung sind, aber bei genauerem Hinsehen muss man feststellen, dass eine wirkliche Gleichstellung von Frauen und Männern noch nicht erreicht ist, weder in der Wirtschaft noch in der Politik. Hier soll nicht auf die Lohnungleichheit oder Frauen in Vorstandsetagen eingegangen werden. Dies führte hier zu weit. In den folgenden Anmerkungen geht es um Frauen in der Politik. Dazu ein paar Zahlen:

Im Bundestag sind zurzeit 30,9 Prozent der Abgeordneten weiblich und damit etwas weniger als im letzten Bundestag. Im Baden-Württembergischen Landtag sind es 24,5 Prozent. Damit ist Baden-Württemberg das Schlusslicht unter den Bundesländern. Nur jeder 10. Bürgermeisterposten im Land wird von einer Frau besetzt. In den kommunalen Gremien ist, genau wie im Landtag, nur jedes 4. Mitglied weiblich. Woran mag das liegen? Immerhin steht es seit nunmehr 100 Jahren jeder Frau frei sich um politische Ämter zu bewerben.

In der Zeitschrift „Politik und Zeitgeschichte“ im Heft 50 /2009 wird in einem Artikel von Ute Kletzing die Situation von Frauen in der Politik am Beispiel von Kommunalpolitikerinnen geschildert. Sehr häufig beginnen politische Karrieren in der Kommunalpolitik, so wie wir es ja auch bei Marie Juchacz sehen konnten. Deshalb sind die dort referierten Ergebnisse einer Untersuchung auch sehr aufschlussreich. Danach engagieren sich Frauen in der Kommunalpolitik in der Regel nach der Familienphase, d.h. es gibt in den Kommunalparlamenten nicht nur eine Geschlechterungleichheit, sondern auch eine Generationenungleichheit. 64% der Frauen sind berufstätig, davon die Hälfte in Vollzeit. 71% sind Mütter aber nur bei 7% leben Kinder unter 7 Jahren im Haushalt. Vielen Frauen von heute fehlt es weder an Selbstbewusstsein geschweige denn an der Qualifikation um sich politisch zu engagieren. Es sind vielmehr die Unvereinbarkeit von Familie, Beruf und politischen Verpflichtungen, die Frauen daran hindern. Die Hälfte der Interviewten gab an, zwischen 10 und 20 Stunden in der Woche in das politische Amt zu investieren. Bedenkt man gleichzeitig, dass Frauen immer noch 80% der Hausarbeit übernehmen und bei häuslichen Pflegefällen zu 70 % Frauen im Einsatz sind, dann muss man sich nicht wundern, dass für politisches Engagement wenig Zeit und Energie übrigbleibt. Wir brauchen Strukturen in Parteien und Politik, die den unterschiedlichen Bedürfnissen von Frauen gerecht werden. An den in der Studie kritisierten Strukturen, z.B. zu lange Sitzungen in den Abendstunden und schlecht planbare Verpflichtungen, hat sich aber seit 2009, dem Erscheinen der Untersuchung, so gut wie nichts geändert. Diese Strukturen sind die größten Hindernisse für Frauen in der Politik. Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn nur wenn Frauen Mehrheiten beschaffen können werden sich hier Veränderungen durchsetzen lassen. Vielleicht bringen die sich bereits abzeichnenden Nachwuchsprobleme die nötigen Verbesserungen. Immerhin gibt es inzwischen Vorbilder die es geschafft haben: wir haben eine Bundeskanzlerin, eine Verteidigungsministerin und demnächst eine EU- Kommissionspräsidentin. Auch die SPD hatte zum ersten Mal in ihrer 150-jährigen Geschichte eine Parteivorsitzende, wenn auch nur kurz. Jetzt soll dort ein Tandem gewählt werden, so langsam kommt es auch in der großen Politik an, dass die Hälfte des Himmels weiblich ist. Was wohl Marie Juchacz dazu sagen würde? Vielleicht würde sie sagen, dass nach 100 Jahren noch nicht genug erreicht ist. Sie jedenfalls zählt zu den ganz großen Vorbildern und es ist zu hoffen,  dass dieser Beitrag dazu dient, sie aus der Vergessenheit wieder in das kollektive Gedächtnis zurückzuholen.

Literatur:

Kletzing, Uta, Wege und Erfahrungen von kommunalpolitikerinnen, Aus: Politik und zeitgeschichte 2009, Heft 50

Roehl, Fritzmichael: Marie Juchacz und die Arbeiterwohlfahrt

Bonn 1961

Marie Juchacz, Wikipedia, Wikipedia Autoren, Letzte Bearbeitung:  23.9.2019, Abgerufen 1.10.2019

 

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